Non-Mbuna Aquarien – Eleganz und Vielfalt aus dem Malawisee
Wer an Malawi-Cichliden denkt, hat oft die farbenfrohen, aber temperamentvollen Mbuna im Kopf – die felsbewohnenden Buntbarsche. Doch die zweite große Gruppe der Malawisee-Cichliden, die Non-Mbuna, sind mindestens ebenso faszinierend und für viele Aquarianer sogar die erste Wahl.
Was sind Non
Der Begriff Non-Mbuna bezeichnet alle Malawisee-Cichliden, die nicht zu den felsbewohnenden Mbuna gehören. Sie sind überwiegend im Freiwasser (Pelagial) oder in sandigen Uferzonen anzutreffen. Bekannte Gattungen sind:
Aulonocara (Pfauenbuntbarsche)
Copadichromis
Placidochromis
Otopharynx
Ihre Lebensräume unterscheiden sich deutlich von den steinigen Revieren der Mbuna: Non-Mbuna bevorzugen offene Schwimmzonen oder sandige Bereiche mit wenig bis mittlerer Felsstruktur.
Charakter und Verhalten
Ruhiger als Mbuna: Non-Mbuna sind meist weniger aggressiv und eignen sich daher für größere Gesellschaftsbecken.
Revierverhalten: Männchen bilden kleine Balzplätze oder Sandkrater, besonders bei Aulonocara und Copadichromis.
Schwimmverhalten: Sie nutzen viel Freiraum im Aquarium, wirken dadurch elegant und majestätisch.
Aquarium für Non-Mbuna
Ein Non-Mbuna-Aquarium hebt sich optisch von einem Mbuna-Becken ab:
Aquariengröße: Ab 400–500 Litern empfehlenswert, da die Tiere größer werden (15–25 cm).
Dekoration: Kombination aus Sandflächen und vereinzelten Steinaufbauten, um Rückzugsmöglichkeiten zu bieten.
Bepflanzung: Robuste Pflanzen wie Vallisnerien können teilweise eingesetzt werden, da Non-Mbuna weniger pflanzenzerstörend sind.
Wasserwerte: Typisch Malawisee – hartes, alkalisches Wasser (pH 7,5–8,5).
Ernährung
Non-Mbuna sind überwiegend Plankton- und Kleintierfresser. Im Aquarium sollte man daher hochwertiges Frost- und Lebendfutter (z. B. Artemia, Mysis, Cyclops) sowie feines Granulatfutter anbieten. Reine Grünfutter-Diäten, wie bei Mbuna üblich, sind nicht geeignet.
Warum ein Non-Mbuna-Becken?
Farbpracht: Aulonocara-Männchen schimmern in kräftigem Blau, Gelb oder Rot.
Eleganz: Durch die Freischwimmzonen wirken Non-Mbuna-Becken offener und harmonischer.
Vielfalt: Unterschiedliche Arten können zusammen gepflegt werden, sofern die Beckengröße passt.
👉 Ein Non-Mbuna-Aquarium ist die perfekte Wahl für alle, die die Schönheit des Malawisees in einer ruhigeren, majestätischen Variante erleben möchten – weniger ruppig als Mbuna, aber mindestens genauso farbenfroh.