Grundlagen-Salzbehandlung

 

Der Feint eines jeden Malawibeckens ist der Stress!

 Da die Besatzplannung die eigentliche Herausforderung darstellt und die sich sehr dynamisch und unvorhergesehenkann, kann es auch vorkommen, dass Tiere dauerhaft gejagt und gepiesackt werden. Sie leiden Streß. Durch den Streß wird ein Hormon namens Cortisol ausgeschüttet, welches als unangenehmen Nebeneffekt eine dämpfende Wirkung aud das Immunsystem hat.dem Becken vorhanden sind,nicht mehr durch das Immunsystem in Schach gehalten werden und zum Ausbruch einer Erkrankung führen.   Die Bandbreite der möglichen Erkrankungen ist groß und sollte entsprechend behandelt werden. Es gibt mittlerweile viele gute Internetseiten, die sich mit der Behandlung von Zierfischkrankheiten beschäftigen.

 


Ich möchte hier nur die wichtigste Behandlungmethode ansprechen:

 

Die Salzbehandlung.

Seien es Bißverletzungen, trübe Augen, andere bakterielle Belastungen, Ichtyo, oder oder oder...Als Behandlung wird die Salzbehandlung empfohlen.  Aber eines vorweg: Salz wirkt in der Konzentration über die wir reden nicht bakterizid, d.h. es tötet keine Bakterien!  Wenn Salz bei bakterieller Belastung zum Einsatz kommt, muss zusätzlich auf eine ordentliche Wasserhygiene geachtet werden!

Generell regt Salz die Schleimhautproduktion der Fische an. Dadurch wird es Parasiten und Bakterien drastisch erschwert,
sich auf dem Tier einzunisten. Ferner verändert es das osmotische Druckverhältnis zwischen Gewebezellen und Wasser zur Entlastung des Tieres.

Salz kann in verschiedenen Konzentrationen angewandt werden. 
Als Präventionsmaßnahme können z.B. 0,5g/l dauerhaft zum Wasser dazu gegeben werden. 

Bei akuten Erkrankungen können 1-3g/l über mehrere Tage dem Becken zugegeben werden. 
Oft in Verbindung mit anderen Maßnahmen, wie z.B. Temperaturerhöhung. 

In ganz drastischen Fällen sind Kurzbäder mit bis zu 10g/l hilfreich.

Welches Salz? Eines der Märchen, die durch das Internet kursieren ist die Aussage, man müsse auf jeden Fall jodfreies Salz nehmen. 
Das ist natürlich Unsinn.  Vermutlich entstand diese Aussage mal, weil an das Salz keinerlei spezielle Anforderungen gemacht werden müssen.  

Einfaches "stinknormales" Salz (also auch ohne Jod) reicht völlig aus. 

Daraus entwickelte sich dann vermutlich im Laufe der Zeit die Aussage, es müsse unbedingt jodfrei sein.


Wem das suspekt ist, möge mal bei namenhaften Futtererstellern die Inhaltsstoffe der besten Futter googeln. 
                        Man wird feststellen, dass Jod in ziemlich jedem guten Futter enthalten ist. Wenn diese Jodkonzentration, die durch das Futter aufgenommen wird, nicht schädlich ist, kann die oft geringere Jod- Konzentration im Wasser es erst recht nicht sein.


Fazit: Zur Salzbehandlung reicht einfaches Salz, wie man es im Supermarkt bekommt und ggf. auch mit Jod.

Ich selbst kaufe von Zeit zu Zeit einen großen Eimer Meersalz.

 

Autor: Bodo Niemann